Montag, 10. März 2014

3 Tage Val Bedretto

Den Höhepunkt nehme ich vorweg: Es gibt keinen, denn alle drei Tage waren einfach absolut TOP! Super Wetter, viel Schnee, gutes Team und eine wunderbare Gegend zum Entdecken, ob im Aufstieg oder in der Abfahrt.
Freitag, 7. März 2014: Nach 4 Stunden ÖV in All Acqua angekommen, verloren wir nicht viel Zeit, die Tourenskis anzuschnallen und aufzusteigen in Richtung Poncione Val Piana. Nach rund 1000 Höhenmetern erreichten wir den Gipfel. Der Aufstieg ist Teil des Hüttenweges von All Acqua in die Capana Cristallina. Die Abfahrt durch das Val Piana war erst Klasse. Teilsweise steil, wenig verspurt und den Pulver den man will!

Am Samstag wollten Petra und ich das Marchhorn besteigen, allerdings zuerst rundherum. Konkret via den Passo San Giacomo und die Bocchetta di Val Maggia. Zurück gings dann über die Bocchetta di Formazzora wo wir am Südhang noch ein nasses Schneebrett erleben mussten. Dem Verunfallten passierte ausser einem Skiverlust zum Glück nichts, zudem wären wir sofort zur Hilfe gestanden. Aber einmal mehr zeigte sich, dass die Strategie, möglichst wenig Höhe zu verlieren, nicht unbedingt immer die beste Wahl ist. Der Auslösende fuhr in den von der Sonne total aufgeweichten 40° Südhang, der dann eben nicht hielt. Übrigens haben wir den Gipfel ausgelassen, es stürmte sehr und ich hatte ungewöhnlich schwere Beine die keine Heldentaten zuliessen. Es kamen insgesamt 1700 Höhenmeter und 20 km Distanz zusammen. Die Schlüsselstellen der Tour:
  • Querung direkt nach der Bocchetta di Val Maggia. Man darf dort nicht absteigen, sondern auf der Passhöhe am linken, sehr steilen Hang queren.
  • Südhang der Bocchetta di Formazzora
Zwar steil, aber erstaunlich gut, ging die Abfahrt von der Bocchetta di Formazzora. Diese Stelle hatten wir ursprünglich als Schlüsselstelle gewertet. Wie anders das Gelände manchmal aussieht, als der Führer und die Karte einem anzeigen.

Für den Sonntag planten wir ein weiteres Highlight: Nach der Besteigung des Poncione di Manió, Abfahrt durch das Geretal nach Oberwald. Zuerst mussten wir allerdings über den Gerenpass. Schon am Morgen heizte die Sonne anständig ein. Die Nordhänge in der Abfahrt dann mit etwas schwererem Pulverschnee, aber immer noch schön zum fahren. Und nur wir Vier im Tal. Die weiten Hänge, einfach fantastisch. Die Skis zogen wir dann erst am Bahnhof von Oberwald ab.

Danke Petra, Ursula und Urs für drei unvergessliche Tage! Wiederholung erwünscht...

Die etwas technischeren Infos in meinem Gipfelbuch (nach yves66 suchen).

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